BULGARIEN 08/2017

Dank der Hilfe von ACN ist in Bulgarien ein Fatima-Heiligtum entstanden


Das Fatima-Heiligtum von Pleven ist die Frucht einer Gebetserhörung: Als Bischof Petko Christov von Nicopoli  1996 zusammen mit den anderen katholischen bulgarischen Bischöfen in den portugiesischen Marienwallfahrtsort Fatima pilgerte, um die Katholische Kirche des Landes dem Unbefleckten Herzen Mariens zu weihen, betete er auch in einem besonderen Anliegen. „Wenn es mir gelingt, die Baugenehmigung für eine neue Kirche in Pleven zu erlangen, weihe ich diese Kirche Dir, Unserer Lieben Frau von Fatima“, versprach er der Muttergottes. Zu diesem Zeitpunkt waren seit dem Fall des Kommunismus gerade erst sieben Jahre vergangen, und die Katholische Kirche musste nach der politischen Wende nahezu wieder bei null anfangen. Die ehemaligen Kommunisten in den Behörden taten alles, um die Baugenehmigung für die Kirche zu verhindern.

Heute erinnere man sich an diese Phase als an einen „Weg durch die Hölle“, sagt Magda Kaczmarek von „Aid to the Church in Need“. Sie kennt diese Situation aus eigener Anschauung: „Wir haben die Franziskaner von Anfang an im Aufbau ihrer Pfarrei begleitet. Zuerst wurde in Privathäusern gebetet. Ich kann mich an einen Kellerraum in einem Wohnblock erinnern, wo die heilige Messe gefeiert wurde. Am unangenehmsten waren die Geräusche von der Kanalisation. Ich habe mich dort wie im Untergrund gefühlt. Damals sagte man uns:  ‚Wenn wir eine Kirche haben, dann werden auch die anderen Leute kommen, die Sehnsucht nach einem richtigen Gotteshaus haben. Und wenn das Gotteshaus Unserer Lieben Frau von Fatima geweiht sein wird, dann wird die Muttergottes uns helfen, dass die Kirche errichtet werden kann.‘“

Die Muttergottes half in der Tat: Kaum war Bischof Christov nach Hause zurückgekehrt, fand sich ein Grundstück, und die Behörden erteilten die Baugenehmigung. Endlich konnte in der 120.000-Einwohner-Stadt , in der relativ viele Katholiken leben, mit dem Bau der Kirche begonnen werden. Die Muttergottes hatte die Gebete offenbar erhört und half auch weiterhin dabei, die unzähligen Schwierigkeiten, die auch später noch aufkamen,  zu überwinden.

Heute ist die Pfarrei Unserer Lieben Frau von Fatima in Pleven ein diözesanes Marienheiligtum, in dem die Muttergottes von zahllosen bulgarischen Gläubigen verehrt wird. Bald soll die Wallfahrtsstätte zu einem Nationalheiligtum ernannt werden. Die Franziskaner, denen die Pfarrei anvertraut ist, besuchen mit der Statue der Muttergottes auch andere katholische Pfarreien, damit noch mehr Gläubige die Gelegenheit haben, zur Heiligen Jungfrau von Fatima zu beten.

Aid to the Church in Need hat den Bau der Kirche mit insgesamt mehr als 135.000 Euro unterstützt.

Pater Jaroslaw Bartkiewicz, der Delegat der Franziskaner in Bulgarien, dankt ACN für die Hilfe und gratuliert dem Hilfswerk zum 70jährigen Bestehen: „ An diesem besonderen Ort hier in Pleven in Bulgarien empfehlen wir Unserer Lieben Frau regelmäßig alle Wohltäter von ACN an und bitten sie darum, ihnen besondere Gnaden zu erweisen. Möge sie Sie alle in ihrer Obhut haben, und möge ACN noch lange der verfolgten und bedrängten Kirche auf vielen Kontinenten dieser Welt dienen“. ´

Code: 433-01-19

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