KOLUMBIEN 11/2017

Erfolgsgeschichte: Eine neue Kirche in Medellin del Ariari


Die Gläubigen aus Medellin del Ariari freuen sich auf ihre neue Kirche: 30.000 Euro haben unsere Wohltäter gespendet, und bald wird das neue Gotteshaus fertig sein. Die Pfarrei in der Diözese Granada wurde erst 2013 gegründet. Es ist keine „normale“ Pfarrei, sondern der Ort soll zu einer Gedenkstätte für die seit 1980 in Kolumbien Ermordeten werden. Die Einwohner des Ortes haben das Leid, das das ganze Land heimgesucht hat, am eigenen Leibe erfahren: 700 Familien wurden zwischen 2002 und 2006 auf dem Gebiet der heutigen Pfarrei vertrieben. Ein Teil ist inzwischen zurückgekehrt, aber das soziale Gefüge und das Vertrauen in das Leben muss wiederaufgebaut werden.

Die neue Kirche soll nicht nur der Erinnerung dienen, sondern sie soll zugleich ein Ort der Heilung, der Versöhnung und des Friedens werden. Die Angehörigen der Opfer sollen dabei in besonderer Weise seelsorgerisch und psychologisch betreut werden. Im Zentrum soll die Ehrfurcht und der Schutz des Lebens stehen, das in der Vergangenheit mit Füßen getreten wurde. Die drei Claretinerpatres, die hier tätig sind, setzen sich mit aller Kraft dafür ein, dass das Leben der Menschen auf ein tragfähiges Fundament gestellt und geschützt wird.

Pater Alfonso María Prieto  berichtet uns, dass das Gotteshaus schon zu rund 70 Prozent fertig ist. Inzwischen können dort schon Gottesdienste gefeiert werden. Er schreibt uns: „Dank Ihrer Großzügigkeit können wir dieses Werk ohne große Verzögerung voranbringen. Es ist kein luxuriöses Gotteshaus, aber es ist sehr schön, wie es Gott dem Herrn gebührt, der uns alle guten Gaben gibt. Die Gemeinde wird in dieser Kirche einen sehr schönen und einladenden geistlichen Zufluchtsort finden, der zugleich ein lebendiges Andenken an die vielen Märtyrer und Gewaltopfer aus düsteren und traurigen Zeiten erinnert, dabei aber Hoffnung auf eine Zukunft in Gerechtigkeit und Frieden schenkt. Vielen Dank!“

 

Code: 214-01-19

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