Bendern: «Kirche in Not»-Präsentation an der GV der Sakristane des Fürstentums Liechtenstein

In Bendern im Hotel Löwen fand am Montag, 16.04.2018, die Generalversammlung der Sakristane des Fürstentums Liechtenstein statt. An dieses Treffen war Lucia Wicki-Rensch, Informationsbeauftragte des katholischen Hilfswerks «Kirche in Not» Schweiz/Fürstentum Liechtenstein, eingeladen. Sie stellte in ihrem Referat das Hilfswerk vor und ging näher auf das Wiederaufbauprojekt in der Ninive-Ebene im Irak ein, wo die Lage der Christen dramatisch ist. Video: Die irakischen Christen wollen zurück in die Ninive-Ebene

Kirche in Not ACN Liechtenstein

Lucia Wicki-Rensch begann ihr Referat mit den Worten: „Die Hilfe von «Kirche in Not» im Nahen Osten ist nicht nur eine Antwort auf die dramatische humanitäre Lage, die durch die Invasion des IS im Irak verursacht wurde, sondern sie soll der massiven Abwanderung von Christen aus dieser Region, der Wiege des Christentums, entgegenwirken. Wenn wir in dieser schwierigen Lage den Christen nicht beistehen, laufen wir Gefahr, dass es im Irak bald keine Christen mehr gibt. Dies gilt es zu verhindern.“

Die irakische Tragödie
Lebten im Jahr 2003 noch rund 1.5 Mio. Christen im Irak, so dürften es heute nur noch zwischen 250‘000 bis 350‘000 sein. Von diesen verbliebenen irakischen Christen äussern viele wiederholt den Wunsch, im Irak bleiben zu wollen. Doch brauchen die irakischen Christen hierfür eine Zukunftsperspektive im Land selbst, weshalb sich «Kirche in Not» am Wiederaufbau 13‘000 durch den IS zerstörte Häuser beteiligt. Pro Haus wird im Schnitt mit Kosten von CHF 7‘000 für die Instandstellung gerechnet. Seit Beginn dieses Wiederaufbau-Projekts konnten über 3‘000 Häuser wiederhergestellt werden. Diese renovierten Häuser vermitteln den irakischen Christen konkrete Hoffnung für ihren Verbleib im Irak.
Die christliche Präsenz im Nahen Osten ist für den Frieden in dieser Region wichtig, da Christen oftmals zwischen feindlich gesinnten muslimischen Gruppen vermitteln können. Gleichzeitig leisten Christen einen wichtigen Beitrag im Bildungsbereich und werden von gemässigten Muslimen respektiert. Die in den vergangenen Jahren geleistete Hilfe von «Kirche in Not» im Irak beläuft sich auf rund CHF 40 Mio.

«Kirche in Not» im Liechtenstein
Lucia Wicki-Rensch dankte im Rahmen ihrer Präsentation in Bendern dem Präsidenten des Liechtensteiner Sakirstanenverbands, Erich Ospelt, und dem Vorstandsmitglied von «Kirche in Not» Walter Beck, Sakristan in Nendeln, die diese Präsentation ermöglichten. Seit der Präsenz des Hilfswerks im Fürstentum ist die Beziehung zu den Wohltätern sehr eng. Die Liechtensteiner zeigen sich gegenüber den Anliegen von «Kirche in Not» immer sehr offen und hilfsbereit. Im Gebet und mit finanzieller Zuwendung solidarisieren sie sich mit den Christen auf der ganzen Welt, die es schwer haben – wie aktuell beim Wiederaufbauprojekt Irak. Für die Wiederherstellung zerstörter Häuser von Christen im Irak, erhielt «Kirche in Not» in den vergangenen Monaten immer wieder grosszügige Zuwendungen aus dem Fürstentum Liechtenstein, wofür das Hilfswerk dankbar ist.

Fotos:    

1)       Walter Beck, Vorstand von «Kirche in Not» Schweiz/Liechtenstein und Sakristan in Nendeln FL, Erich Ospelt, Präsident des Sakristanenverbands des Fürstentums Liechtenstein, Lucia Wicki-Rensch, Informationsbeauftrage von «Kirche in Not» Schweiz/Liechtenstein in Bendern FL (Bild: «Kirche in Not»)

2)       Walter Beck und Lucia Wicki-Rensch

3)       Eine zerstörte Kirche im Irak (Bild: «Kirche in Not»)

4)       Eine Familie kehrt in die Ninive-Ebene zurück, Irak (Bild: «Kirche in Not»)

5)       Ein Kind in einer Flüchtlingsunterkunft, Irak (Bild: «Kirche in Not»)

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