Msgr. Obiora F. Ike im Berner Oberland

Msgr. Obiora Ike aus Nigeria weilt am Wochenende des 7./8. Oktobers 2017 in der Schweiz. Er wird in verschiedenen Pfarreien im Berner Oberland Hl. Messen feiern. Obiora Ike wird in den Predigten auf die äusserst schwierige Situation der Christen in seiner Heimat Nigeria eingehen. #Termine im Berner Oberland #Video mit Msgr. Obiora aus Lachen SZ (2016)

Kirche in Not ACN Nigeria

In Nigeria leben 178 Millionen Menschen. Das Land ist reich an Rohstoffen, doch von deren Verkauf profitiert nur eine kleine Elite. Zudem ist die Korruption weit verbreitet.

Msgr. Obiora Ike – „Die Welt darf das Schicksal der Christen in Nigeria nicht ignorieren“
Der aus Nigeria stammende Msgr. Obiora Ike setzt sich vehement für die verfolgten Christinnen und Christen in seinem Land ein. Tausende von Opfern unter Christen und Muslimen gehen in Nigeria auf das Konto der radikalislamischen Gruppierung Boko Haram, die seit vielen Jahren Angst und Schrecken verbreitet. Die Gewalt gegen Christen betrifft vor allem den Norden des afrikanischen Staates. Dort leben mehrheitlich Muslime. Die Christen bilden im Norden eine Minderheit. Der Norden des Landes ist arm, trocken, sittenstreng und voller Vorbehalte gegen das Moderne. Der Süden dagegen boomt. Investitionen in die Infrastruktur und die Telekommunikation und ein robuster Privatkonsum treiben den Aufschwung an.
Boko Haram passt diese Entwicklung im Süden nicht und strebt eine Herrschaft ähnlich des IS im Irak und in Syrien an. Die radikale Gruppe verfolgt alle, die einen säkularen Staat und ein gleichwertiges Nebeneinander der Religionen unterstützen. Durch die grassierende Korruption bei den Ordnungshütern und in der Politik gelingt es der Polizei und dem Militär nicht, die Terroristen wirksam zu bekämpfen. Die Situation in Nigeria ist dramatisch – insbesondere für die Christen. Msgr. Obiora Ike, Priester und Menschenrechtler, kämpft seit vielen Jahren für die verfolgten Christen in seinem Land.

Kirche bringt Hoffnung
Das Opfer in den Gottesdiensten wird für die Christen in Nigeria aufgenommen. Damit werden Projekte vor Ort finanziert. Die Kirche Nigerias ist vor allem im Norden auf Unterstützung angewiesen. Im bevölkerungsreichsten Land Afrikas leben rund 21 Millionen Christen – die Mehrheit im Süden. Wenn ein Exodus der Christen aus dem Norden verhindert werden will, bedarf es ihrer Unterstützung.
Nigeria ist ein Land, in dem es Tausende von Berufungen gibt. Die Kirche setzt sich für ein friedliches Nebeneinander ein und fordert die Einhaltung der Religionsfreiheit. Viele Schulen und Krankenstationen werden von der Kirche betrieben, wodurch sie einen grossen Rückhalt in der Bevölkerung geniesst. Obiora Ike freut sich über den starken Glauben der Menschen in seinem Land. Gleichzeitig bittet er aber auch die Menschen weltweit, die Christen im Norden Nigerias nicht zu vergessen: „Die Welt darf das Schicksal der Christen in Nigeria nicht ignorieren. Was dort heute passiert, kann morgen auch anderswo eintreten. Wir müssen zusammenstehen und gemeinsam Lösungen finden.“ Ein friedliches Zusammenleben von Christen und Muslimen ist für ihn zentral, um eine weitere Radikalisierung im Norden Nigerias zu verhindern. Nur ein Zusammenleben verschiedenster Religionsgemeinschaften fördert den gegenseitigen Respekt und schafft Frieden, was den Kern der Botschaft des Gründers von «Kirche in Not», Pater Werenfried van Straaten, trifft.

Das Hilfswerk «Kirche in Not» stellte für Projekte in Nigeria jährlich rund CHF 1 Mio. zur Verfügung.

Fotos:  

1)   Msgr. Obiora Ike während eines Vortrags (Bild: «Kirche in Not»)

2)   Msgr. Obiora Ike während eines Gottesdienstes (Bild: «Kirche in Not»)

3)   Eine Frau mit einem Kind, Nigeria (Bild: «Kirche in Not»)

4)   Eine Schulstunde in Nigeria (Bild: «Kirche in Not»)

5)   Schülerinnen in Nigeria (Bild: «Kirche in Not»)

6)   Eine nach einem durch Boko Haram verübten Anschlag zerstörte Kirche (Bild: «Kirche in Not»)

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