P. Paulus Sati predigte in Aesch BL und Mariastein SO über die Lage im Irak

Im Sommer 2014 eroberten die IS-Terroristen die irakische Stadt Mossul und die nahegelegenen neun christlichen Dörfer in der Ninive-Ebene. Innerhalb weniger Stunden mussten 120 000 Christen fliehen. Nach der Vertreibung des IS kehren sie langsam zurück – mit der Unterstützung des Hilfswerks «Kirche in Not». In Gottesdiensten in Aesch BL, 4.8.2018, und Mariastein SO, 5.8.2018, thematisierte der irakische Pater Paulus Sati den Kreuzweg seiner Geschwister im Glauben im Irak. Kurz-Video: Christen im Irak

Kirche in Not ACN Irak

Paulus Sati, 1978 im Irak geboren, studierte in Deutschland Theologie und wurde 2010 zum Priester geweiht. Patriarch Louis I. Raphaël Sako sandte ihn nach Antwerpen, von wo aus sich der Seelsorger um die irakischen chaldäisch-katholischen Christen in Europa kümmert. Er reist regelmässig in den Irak und begleitet Patriarch Louis Raphaël I. Sako an internationale Treffen.

Christen im Irak
«Kirche in Not» setzt sich für Not leidende Christen in rund 150 Ländern ein und betreibt in der Schweiz gezielte Öffentlichkeitsarbeit und informiert über Diskriminierung und Verfolgung von Christen in allen Gebieten der Welt. Die verbliebenen Christen im Nahen Osten leiden ganz besonders. Ihr Bevölkerungsanteil im Irak nahm drastisch ab: innert dreissig Jahren von 15% auf heute unter 1%. Auch in der gesamten Region sinkt, wenn auch nicht so dramatisch, doch langsam und stetig, der Anteil der Christen an der Bevölkerung.
Der Ordensmann Paulus Sati wird am Marienwallfahrtsort Mariastein und in Aesch in den Predigten auf diese dramatische Situation eingehen. Mit nichts als mit dem, was sie auf sich trugen, waren die Menschen vor den Schergen des IS geflohen. Die meisten wurden im irakischen Kurdengebiet aufgenommen, harrten dort aus und hofften auf eine Rückkehr in ihre Dörfer und Häuser. Während ihres Exils im irakischen Kurdengebiet half «Kirche in Not» den irakischen Christen mit CHF 35 Mio. unter anderem für Schulen, Lebensmittel und Wohnungsmieten. 

Zukunft im Irak
Das Wiederaufbauprogramm Zurück zu den Wurzeln hat zum Ziel, die christlichen Dörfer der Niniveh-Ebene wieder lebendig werden zu lassen und wird von «Kirche in Not» massgeblich unterstützt. Von den ursprünglich 13 000 zerstörten christlichen Wohnhäusern konnten 3 200 nach der Vertreibung der IS-Terroristen bereits wieder bewohnbar gemacht werden. Aber auch Kirchen, Klöster, Schulen, Spitäler und Apotheken werden wieder instand gestellt. Langsam kehren immer mehr Christen in ihre Dörfer in der Ninive-Ebene zurück.
Für Pater Paulus ist es sehr wichtig, dass Organisationen wie «Kirche in Not» in der Bevölkerung breite Unterstützung finden, damit sie den Christen im Irak weiterhin beistehen können. Er begründet dies auch biblisch: „Im Evangelium wird nicht nur auf das Gebet verwiesen, sondern auch auf das Handeln. Damit die Christen im Irak eine Zukunft haben, braucht es zusätzlich zum Gebet auch konkrete Taten der Nächstenliebe.“

Pater Paulus Sati freut sich, Sie in Aesch BL und Mariastein SO zu treffen und gemeinsam zu beten.

Fotos:

1) Pater Paulus Sati in Einsiedeln (Bild: «Kirche in Not»)

2) Pater Paulus Sati bei der Predigt (Bild: «Kirche in Not»)

3) Eine zerstörte Kirche in Karakosch, Irak (Bild: «Kirche in Not»)

4) Eine Familie kehrt in die Ninive-Ebene zurück, Irak (Bild: «Kirche in Not»)

5) Ein Kind in einer Flüchtlingsunterkunft, Irak (Bild: «Kirche in Not»)

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