RUSSLAND 05/2018

Ein Auto für Priester, die ein großes Gebiet in Sibirien betreuen


Seit zwanzig Jahren betreuen Redemptoristenpatres die katholische Pfarrei vom Unbefleckten Herzen Mariens in der westsibirischen Stadt Kemerowo. Den drei Patres helfen vier Ordensfrauen von der Kongregation der „Dienerinnen des Heiligen Geistes“. Die Pfarrei ist sehr aktiv: Jeden Tag wird die Heilige Messe gefeiert und Eucharistische Anbetung gehalten, und es gibt Katechesen für Erwachsene, Jugendliche und für Kinder verschiedener Altersstufen. Ein besonders beliebtes Angebot sind auch die sogenannten „Ferien mit Gott“, bei denen Familien mit Kindern, Erwachsene und Jugendliche jeweils die körperliche mit der geistigen Erholung verbinden können. Sie kommen heraus aus der Stadt in die Natur und können zugleich ihr Glaubensleben vertiefen. Katholische Gläubige aus Kemerowo haben zudem im Jahr 2017 am gesamtrussischen katholischen Familientreffen teilgenommen und einige Jugendliche haben dort ein Theaterstück über die Erscheinungen der Muttergottes von Fatima aufgeführt, deren 100. Jahrestag gefeiert wurde.

Kemerowo ist auch ein besonders schönes Beispiel für freundschaftliche Beziehungen zwischen russisch-orthodoxen und katholischen Christen. Schon seit langem besteht hier ein enges und vertrauensvolles Miteinander. Der orthodoxe Bischof Aristarch ist im vergangenen Jahr sogar mit dem katholischen Pfarrer Andrzej Legiec und einigen orthodoxen Priestern nach Polen gefahren, um eine dauerhafte Zusammenarbeit zwischen dem orthodoxen Priesterseminar in der Kusbass-Region und dem katholischen Priesterseminar von Rzeszów ins Leben zu rufen. 

Die Patres betreuen aber nicht nur die Gläubigen in der Stadt Kemerowo selbst, sondern sie  in der Umgebung, dem Kusnezker Kohlebecken (Kusbass).Fünf der zehn Orte, die sie regelmäßig besuchen, sind zwischen 190 und 290 Kilometern entfernt, die kürzesten Entfernungen sind 75 bis 90 Kilometer. Einer dieser Orte ist die Stadt Lenins-Kusnez, wo sich bereits in den 1940er Jahren noch zu Sowjetzeiten deutschstämmige Katholiken im Geheimen zum Gebet versammelten. Von Zeit zu Zeit kam ein Priester, der mit ihnen die heilige Messe feierte. Die Patres besuchen diesen Ort zweimal monatlich.

Die Patres brauchen aber für ihre Seelsorgearbeit ein Auto. Wir möchten mit 12.000 Euro helfen.

Code: 427-01-29

Bei einer allfälligen Überfinanzierung wird Ihre Spende für ein ähnliches Projekt verwendet und die pastorale Arbeit von "Kirche in Not (ACN)" unterstützen.

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