DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO 01/2018

Erfolgsgeschichte: Ein Minibus für die Dominikaner in Kinshasa


Die Dominikaner in Kinshasa freuen sich über einen neuen Minibus. Ihr altes Fahrzeug hatte unwiederbringlich seinen Geist aufgegeben, als sie einmal 210 Kilometer von ihrem Kloster entfernt unterwegs waren. Seitdem mussten sie irgendwie ohne Wagen klarkommen. Dank unserer Wohltäter, die 22.000 Euro gespendet haben, konnten sie nun endlich einen neuen Minibus anschaffen.

Der Dominikanerorden, der 2016 sein 800jähriges Bestehen gefeiert hat, ist seit 1912 in der heutigen Demokratischen Republik Kongo vertreten. Damals waren es belgische Patres, die als Missionare dorthin kamen. Inzwischen sind es kongolesische Ordensmänner, die in ihre Fußstapfen getreten sind. In vier Diözesen ist der Orden heute vertreten und hat sechs Niederlassungen mit insgesamt 42 Patres. Die Dominikaner betreiben Militär- und Polizeiseelsorge, betreuen ehemalige Kindersoldaten, kümmern sich um Waisen, Menschen mit Behinderungen und Opfer sexueller Gewalt und sind außerdem in fünf Pfarreien tätig.

Besonders schön ist, dass es viele junge Berufungen gibt: Zur Zeit sind es siebzehn Studenten, sechs Novizen und acht Pränovizen, die sich darauf vorbereiten, sich eines Tages mit ihren Feierlichen Gelübden ganz an den Orden zu binden. Zwei junge Männer sind zudem schon zu Diakonen geweiht worden und freuen sich auf ihre Priesterweihe.

Der neue Minibus ist für viele Aktivitäten der Dominikaner von großer Bedeutung. Insbesondere kommt er aber den jungen Männern zugute, die noch studieren. Denn eine der beiden Universitäten, an denen die Studenten ausgebildet werden, ist 15 Kilometer von dem Dominikanerkloster entfernt gelegen. Der öffentliche Verkehr in der 13-Millionen-Stadt Kinshasa ist unzuverlässig und unzureichend. So war es den Studenten fast unmöglich, pünktlich und zuverlässig zu den Lehrveranstaltungen zu kommen. Zudem waren sie stets sehr erschöpft und verloren auch viel Zeit, die sie nötiger für ihr Studium und für ihr klösterliches Leben gebraucht hätten. Pater Albert Akora Kanika schreibt uns: „Dank des Fahrzeugs sind unsere Studenten auf der Straße weniger Gefahren ausgesetzt, sie sind gesünder und froher, können regelmäßiger und besser an den Kursen, aber auch am Leben im Kloster teilnehmen und erzielen in ihrem Studium bessere Ergebnisse.“

Code:115-04-29

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