UKRAINE 10/2018

Existenzhilfe für die Karmelitinnen in Kiew


Im Monat Oktober begeht die Kirche die Gedenktage von zwei großen Karmelitinnen, die beide zu Kirchenlehrerinnen ernannt worden sind: am 15. Oktober wird der heiligen Teresa von Avila, der Gründerin des Ordens der Unbeschuhten Karmelitinnen, gedacht und am 1. Oktober gedenkt die Kirche der heiligen Therese von Lisieux, die nur 24 Jahre alt wurde, die aber mit ihren „Kleinen Weg“ bis heute unzählige Menschen in aller Welt lehrt, ganz in der Liebe und dem Vertrauen auf Gott zu leben.

Die Schwestern vom Orden der Unbeschuhten Karmelitinnen leben in strenger Klausur und führen ein beschauliches Leben des Gebetes. „Im Herzen der Kirche möchte ich die Liebe sein“, schrieb die heilige Therese von Lisieux über ihre Berufung. Obwohl sie ihr Kloster, in das sie im Alter von nur 15 Jahren eingetreten war, nie verließ, wurde sie zur Patronin der Missionen, denn das Gebet umfängt die ganze Welt und ist nicht an Raum und Zeit gebunden.

In Der ukrainischen Hauptstadt Kiew gibt es seit der politischen Wende in der ehemaligen Sowjetunion wieder einen Karmel. Sofort im Jahr 1991 kamen Schwestern aus zwei polnischen Klöstern dorthin, um durch ihr Gebet und ihre Anwesenheit am geistlichen Wiederaufbau der postkommunistischen Gesellschaft mitzuwirken. Zunächst lebten sie sehr beengt in Räumlichkeiten bei der Heilig-Kreuz-Kirche. Diese kleine Kirche war damals die einzige katholische Kirche in Kiew, die als Gotteshaus fungierte. Die anderen beiden katholischen Kirchen waren als Museum für Atheismus und als Orgelmuseum zweckentfremdet worden. 1994-96 konnten die Schwestern dann endlich in einem Vorort von Kiew auf dem Gelände einer ehemaligen Sowchose inmitten von Feldern und Obstbäumen ein eigenes Klostergebäude neu errichten.

Heute sind es acht Schwestern, die dort leben. Sie beten sehr viel, vor allem für den Frieden in der Welt, aber auch in den vielen persönlichen Anliegen, die ihnen von Gläubigen anvertraut werden. Denn viele Gläubige wenden sich an die Schwestern, damit sie kranke Familienangehörige oder Menschen in schweren Lebenssituationen in ihre Gebete mit einschließen.

Eine große Herausforderung ist es für die Schwestern, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Sie stellen zwar Hostien, Krippenfiguren aus Wachs und liturgische Gewänder her und bauen für ihren eigenen Verbrauch Obst und Gemüse an, aber trotz ihrer bescheidenen Lebensweise reicht dies nicht, um die Kosten zu decken. Auch bei der jährlichen Kollekte im näheren Umfeld des Klosters kommt nur wenig Geld zusammen, denn die Gläubigen sind selbst arm, da sich die wirtschaftliche Lage in der Ukraine zusehends verschlechtert und die Preise steigen. 

Wir haben den Schwestern, die einmal im Monat eine Heilige Messe für alle Wohltäter feiern lassen und alle in ihre Gebet einschließen, auch in diesem Jahr einen Zuschuss von 4.000 Euro zu ihren Lebenshaltungskosten versprochen.

Code: 438-06-39

Bei einer allfälligen Überfinanzierung wird Ihre Spende für ein ähnliches Projekt verwendet und unterstützt so die pastorale Arbeit von "Kirche in Not (ACN)".

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