12. Nationaler Gedenktag für die weltweit verfolgten und bedrängten Christen!

Am Wochenende 27./28. Oktober 2018 gedenkt «Kirche in Not (ACN)» Schweiz/Liechtenstein der weltweit diskriminierten, bedrängten und verfolgten Christen.
Alle Schweizer Pfarreien sind ersucht, im Gebet jener Christen zu gedenken, die ihren Glauben nicht frei ausüben können, die bedrängt, diskriminiert oder sogar verfolgt und ermordet werden. Vielen Dank für Ihr Gebet und Ihre Solidarität!Online verfügbare DateienFürbitten Broschüre Buchzeichen/Gebet Plakat Kerzenbestellung Liste der Märtyrer

Kirche in Not ACN Albanien

Weltweit werden 200 Millionen Christen verfolgt
In Schwyz SZ, Hl. Martin, wird stellvertretend für die deutsche Schweiz mit einem eindrücklichen Gast dieser Nationale Gedenk- und Gebetstag gefeiert.
Der albanische Kardinal Ernest Simoni legt Zeugnis über seinen Kreuzweg unter dem albanischen Sozialismus unter Enver Hoxha, ab und feiert die Hl. Messen:

Samstagabend, 27. Oktober, um 17.30 Uhr
Sonntag, 28. Oktober, um 10.30 Uhr predigt der Kardinal jeweils.

Stellvertretend für die lateinische Schweiz wird in Grand-Lancy GE und Balerno TI mit Bischof Ramzi Garmu aus dem Iran je eine Hl. Messe gefeiert, in der ganz besonders den verfolgten und bedrängten Christen gedacht wird.
Ernest Simoni wurde 1928 in Albanien geboren. Ab 1945 kamen die Kommunisten unter Enver Hoxha an die Macht und gingen rigoros gegen alles Kirchliche vor. Ernest Simoni konnte sein Theologiestudium nur im Geheimen absolvieren – ebenso seine Priesterweihe, die er 1956 empfing. Zwischen 1963 und 1981 sperrte ihn das Regime ins Gefängnis. Nach seiner Freilassung musste er als Kanalarbeiter arbeiten, jedoch wirkte er im Geheimen weiter als Priester. Erst nach dem Sturz des Regimes im Jahr 1990 durfte er offiziell als Priester tätig sein. Papst Franziskus nahm Ernst Simoni 2016 ins Kardinalkollegium auf.

Christenverfolgung gestern und heute
Im 20. Jahrhundert gingen in Europa viele sozialistische Staaten aus ideologischen Gründen gegen die Kirche und Gläubigen vor. In Albanien war die Verfolgung besonders ausgeprägt. Alle Glaubensgemeinschaften litten unter extremer Verfolgung. Albanien wurde 1967 zum ersten atheistischen Staat der Welt erklärt. Unter dem Regime von Enver Hoxha wurden alle religiösen Gebäude zerstört oder zu Sportstätten, Lagerhäusern oder sonstigen Zwecken umfunktioniert. Viele geistliche und intellektuelle Führer kamen in Albanien ums Leben. Stadt- und Ortsnamen religiöser Herkunft wurden ebenso geändert wie religiöse Personennamen. Nach dem Ende des Kommunismus musste die Katholische Kirche im Land wieder fast bei null anfangen. Seither wurden viele neue Kirchen gebaut und Gemeinden und Diözesen gegründet. «Kirche in Not» finanzierte im Jahr 2017 Projekte in Albanien mit CHF 70‘000. Heute ist Albanien ein säkularer Staat, der die Religionsfreiheit gewährleistet.
Während die Situation in Albanien heute für die Gläubigen gut ist, lässt sich dies für Christen in diversen Ländern nicht behaupten. Viele Christen werden benachteiligt oder seelisch und körperlich gequält – so in einigen arabischen, afrikanischen und auch südamerikanischen Ländern. Solches Unrecht will «Kirche in Not» nicht akzeptieren und betreibt in der Schweiz gezielte Öffentlichkeitsarbeit, um über die aktuellen Diskriminierungen von Christen weltweit zu informieren – bewusst an diesem 12. Nationalen Gedenktag für alle verfolgten und bedrängten Christen. Die Kollekte in Schwyz an diesem Wochenende wird für Projekte in Albanien aufgenommen. 

Kerze als Licht des Lebens
«Kirche in Not» hat eine Kerze zum Nationalen Gedenktag für die verfolgten und bedrängten Christen entworfen. In diesem Jahr gibt es sie in der 12. Auflage. Auf der Kerze sind Namen von Christen vermerkt. Sie stehen stellvertretend für alle Christen, die zwischen Juni 2017 und Juni 2018 wegen ihres Festhaltens am Glauben gestorben sind. Das Hilfswerk dankt allen Menschen, welche die Not leidenden Christen finanziell und im Gebet unterstützen.

Fotos: 

1) Plakat: 12. Nationaler Gedenk- und Gebetstag

2 ) Der albanische Kardinal Ernest Simoni (Bild: Kardinal Ernest Simoni)

3) Seminaristen in Albanien (Bild: «Kirche in Not»)

4) Ein Kind in einer Flüchtlingsunterkunft, Irak (Bild: «Kirche in Not»)

12. Nationaler Gedenktag für die weltweit verfolgten und bedrängten Christen!_6986