Bosnien-Herzegovina - Bau der „Schule für Europa“ in Tuzla

Seit 1994 versucht Msgr. Pero Sudar, Bischof der Diözese Vrhbosna, mit dem „Prinzip Hoffnung“ für eine lebenswerte Zukunft zu arbeiten: Er hat inzwischen sechs Schulzentren mit 11 Schulen gegründet in der 3.000 Kinder zusammen lernen – ungeachtet ihrer Religionszugehörigkeit oder Nationalität. Nur ein Miteinander kann das bestenfalls stillschweigend tolerierende Nebeneinander von Christen und Moslems in der Region beenden.


Nun soll auch in Tuzla in Nordbosnien eine solche Schule entstehen. Tuzla ist eine fast rein moslemische Stadt, aber in den umliegenden Dörfern leben viele Katholiken – 60.000 waren es einmal. Jetzt sind noch 20.000 geblieben. Die Kinder dieser katholischen Familien müssen nachmittags zur Schule gehen. Vormittags lernen die Kinder der moslemischen Familien. Das fördert nicht gerade das Miteinander an den staatlichen Schulen. Die Einrichtung der „Schule für Europa“ ist gerade für die katholische Bevölkerung ein Hoffnungsstrahl – es eröffnet einen Lebensraum in einer immer stärker islamisierten Umwelt. Für viele gibt diese Schule den Ausschlag zu bleiben und nicht wie viele andere resigniert die Heimat zu verlassen.

KIRCHE IN NOT gibt für dieses Projekt, das in idealer Weise pastorales mit sozialem Engagement verbindet, CHF 158.000.

Projektnummer: Bosnien-Herzegovina/Vrhbosna 01/542

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